Forschungspartner

 

Fachgebiet Arbeitslehre/ Ökonomie und Nachhaltiger Konsum (ALÖNK)

Bei ALÖNK forscht unter der Leitung von Prof. Dr. Ulf Schrader ein interdisziplinäres Team zu den Themen Nachhaltiger Konsum, Verbraucherbildung, Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeitsmarketing und Innovationsmanagement. Die Forschungsergebnisse liefern auch wichtige Impulse für die Ausbildung von Lehrkräften für das Schulfach Wirtschaft-Arbeit-Technik, die im Mittelpunkt der Lehre am Fachgebiet steht. Bei ALÖNK liegt die Verbundleitung von ReZeitKon.

prof-dr-ulf-schrader
Als Ökonom und Politikwissenschaftler leite ich das Fachgebiet ALÖNK und bin Direktor der School of Education an der TU Berlin. Seit inzwischen 25 Jahren beschäftige ich mich in Forschung und Lehre mit nachhaltigem Konsum. Ich bin überzeugt, dass individuelle Verantwortungsübernahme und angemessene Rahmenbedingungen zusammenwirken müssen, um zu wirklich relevanten Fortschritten in Richtung Nachhaltigkeit zu kommen. Als Verbundleiter von ReZeitKon hoffe ich, dass wir als interdisziplinäres Team gute Antworten auf Fragen finden, die sich schon Kinder bei der Lektüre von „Momo“ stellen: Warum sind Menschen bereit, sich ihre Zeit „wegnehmen“ zu lassen? Wie lässt sich wieder mehr Zeitwohlstand herstellen? Und wäre dies gleichzeitig auch ein Weg zu einer lebenswerteren Umwelt? Es freut mich besonders, dass wir diese Fragen gemeinsam mit vielen unterschiedlichen Praxispartner*innen und Expert*innen erforschen dürfen.
 
Mich persönlich motiviert die Mitarbeit in ReZeitKon, beim Streben nach mehr Zeitwohlstand nicht nachzulassen. Wichtig ist für mich dabei die Erkenntnis, dass Menschen in der Beschleunigungsspirale oft „Opfer“ und „Täter“ zugleich sind. Deshalb: Keine dienstlichen Mails mehr am Wochenende!

 

Technische Universität Berlin

Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre
Marchstraße 23, Raum: MAR 1.016
10587 Berlin

Tel.: 030-314 28769
Fax.: 030-314 21120
E-Mail: schrader@tu-berlin.de

Ich bin Umweltpsychologin und beforsche als solche psychologische Einflüsse auf nachhaltiges Konsumverhalten und dessen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Im ReZeitKon-Projekt begleite ich die wissenschaftliche Co-Leitung. Meine langjährige Expertise in quantitativer Datenerhebung und Forschungsmethoden (z.B.: aus dem BiNKA- Projekt oder der Umweltbewusstseinsstudie) bringe ich in der Repräsentativbefragung und in der Evaluation verschiedener Interventionen ein, die auf einen besseren Umgang mit unserer Lebenszeit abzielen. Diese Interventionen werden dabei gemeinsam mit den von ihnen betroffenen Menschen ausgesucht, entwickelt und umgesetzt. Für die Evaluation entwickle ich Erhebungsinstrumente (weiter), mit denen man abstrakte Dinge wie Zeitwohlstand, suffiziente Lebensweisen oder Wohlbefinden valide messen kann. Und um Aussagen darüber zu machen, welche Maßnahmen besonders wirksam sind, Zeitwohlstand zu mehren und nachhaltigen Konsum zu stärken, werte ich die damit gesammelten Daten statistisch aus. Als Psychologin interessiert mich im ReZeitKon-Projekt besonders die dehnbare Wahrnehmung der Zeit und wie diese positiv genutzt dazu beitragen kann, damit wir gesünder, glücklicher und stärker im Einklang mit unserer Umwelt leben können.

Zeitwohlstand bedeutet für mich als zweifache Mutter und Vollzeit arbeitende Wissenschaftlerin im Moment einfach nur mal Leerlaufzeiten ohne irgendwelche Aufgaben. Entschleunigung finde ich im Tai Chi und in Achtsamkeitsmeditationen.

Technische Universität Berlin

Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre
Marchstraße 23, Raum: MAR 1.018
10587 Berlin

Tel.: 030/314-28770
E-Mail: sonja.m.geiger@tu-berlin.de

Im Rahmen von ReZeitKon entwickle ich gemeinsam mit Unternehmen zeitpolitische Innovationen, die den Zeitwohlstand von Beschäftigten erhöhen und zu einer nachhaltigeren Lebensweise beitragen sollen. Zudem beteilige ich mich bei der Entwicklung und Auswertung einer Repräsentativbefragung, in der Aspekte wie Zeitnot und Zeitwohlstand empirisch gemessen werden sollen. Auch in meiner bisherigen Forschung habe ich schon mit Betrieben zusammengearbeitet, um verschiedene Modelle der Arbeitszeitverkürzung zu untersuchen. Eine solche praxisnahe Forschung ermöglicht es, dass abseits von wissenschaftlichen Theorien und Methoden die Lebensrealität von Menschen nicht vernachlässigt wird. Als Ökonomin und Sozialwissenschaftlerin finde ich es wichtig, Zeitwohlstand nicht nur auf individueller, sondern auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene zu erforschen. Schließlich soll sichergestellt sein, dass der Zeitwohlstand der Einen nicht zur Zeitnot des Anderen führt.

Für mich persönlich bedeutet Zeitwohlstand, dass ich mich ohne allzu großen Zeitdruck verschiedenen Tätigkeiten widmen kann, ohne dabei jede Minute „produktiv“ nutzen zu müssen. Dazu gehört für mich, dass ich neben der wissenschaftlichen Arbeit auch körperlichen und kreativen Tätigkeiten nachgehe, wie zum Beispiel Nähen, Schwimmen, Bouldern –  oder einfach nur Faulenzen.

Technische Universität Berlin

Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre
Marchstraße 23, Raum: MAR 1.018
10587 Berlin

Tel.: 030/314-28770
E-Mail: stefanie.gerold@tu-berlin.de

Ich beschäftige mich mit dem Einfluss von Arbeitszeitregimen auf eine nachhaltige Lebensführung. Innerhalb unseres Forschungsprojekts arbeite ich daher eng mit unseren Praxispartnern zusammen. Gemeinsam entwickeln wir in transdisziplinären Workshops zeitpolitische Innovationen und untersuchen, wie sich diese auf eine nachhaltige Lebensführung der Beschäftigten auswirken. Dabei arbeite ich mit Theorien und Methoden der ökologischen Ökonomie sowie der sozial-ökologischen Arbeits- und Zeitforschung. Als Volkswirt und Philosoph interessiert mich dabei insbesondere, inwiefern auf betrieblicher Ebene Produktivitätsgewinne auf eine Art in Zeitwohlstand übersetzt werden können, die zu einer sozial-ökologischen Transformation unserer Produktions- und Lebensweise beiträgt.

Zeitwohlstand bedeutet dabei für mich persönlich, genügend Zeit zu haben, eine wechselseitige Beziehung zu den Menschen, Dingen und Geschehnissen um mich herum aufbauen zu können. Dazu gehört für mich unbedingt auch ausreichend Zeit zur gemeinsamen Reflektion. Diese finde ich privat im Rahmen der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung, bei Attac, beim Yoga oder auch schlicht in zahlreichen Küchen und Cafés dieser Stadt. Neben meiner Tätigkeit in diesem Forschungsprojekt arbeite ich seit vielen Jahren mit Begeisterung in der Lehramtsausbildung und der politischen Bildungsarbeit.

Technische Universität Berlin

Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre
Marchstraße 23, Raum: MAR 1.017b
10587 Berlin

Tel.: 030-314 73466
E-Mail: gerrit.vonjorck@tu-berlin.de

 

Als studentische Mitarbeiterin unterstütze ich die Forscher/innen des ReZeitKon-Teams bei der Projektarbeit durch Recherchen, in der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Mitorganisation von Veranstaltungen. Neben dieser Tätigkeit studiere ich Nachhaltiges Management im Bachelor an der Technischen Universität Berlin und interessiere mich dabei besonders für Postwachstumsökonomiken, Digitalisierung und die Diffusion nachhaltiger Lebensstile.

Zeitwohlstand bedeutet für mich sinnerfüllende Arbeit und Freizeit und die Möglichkeit, weitestgehend autonom über meine Zeitverwendung entscheiden zu können. Als Mensch mit der Tendenz zu einer chronisch vollgepackten To-Do-Liste interessieren mich aber auch Strategien für mehr Achtsamkeit und Stressvermeidung im Alltag.  In meiner Freizeit engagiere ich mich seit 2015 als Lebensmittelretterin und Betriebsverantwortliche in der Berliner Foodsharing-Initiative. Am liebsten entschleunige ich durch Bewegung an der frischen Luft und Yoga und probiere mich neuerdings im Fermentieren von Obst und Gemüse aus.

Technische Universität Berlin

Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre
Marchstraße 23, Raum: MAR 1.024
10587 Berlin

Tel.: 030 –  314 73279
E-Mail:

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI forscht in sechs Competence Centern mit insgesamt 23 Geschäftsfeldern für die Praxis und versteht sich als unabhängiger Vordenker für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Unsere Kompetenz im Bereich der Innovationsforschung stützt sich auf die Synergie aus technischem, wirtschafts- und sozialwissenschaftlichem Wissen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei unserer Arbeit wenden wir nicht nur ein breites Spektrum fortgeschrittener wissenschaftlicher Theorien, Modelle, Methoden und sozialwissenschaftlicher Messinstrumente an, sondern entwickeln diese auch unter Nutzung der empirischen Erkenntnisse aus den durchgeführten Forschungsprojekten kontinuierlich weiter.

 

Meine Aufgabe in ReZeitKon ist es, ein Simulationsmodell für die Umweltwirkungen des Konsums unter den Bedingungen von Zeitnot und Zeitwohlstand zu entwickeln und zu betreiben. Schwerpunkte der Modellierung sind die Erfassung und Projektion zeitsparender Technologien, die Abbildung von Alltagszeittypen mit ihren Konsummustern und die Abschätzung des Ressourcenverbrauchs. Die heutigen und möglichen zukünftigen Zusammenhänge werden mit Hilfe von System Dynamics und Environmentally Extended Input-/ Output-Analysis simuliert. Ich möchte mich durch eine ergebnisoffene Modellierung davon überraschen lassen, was Zeitnot und Zeitwohlstand für die Umwelt bedeuten können.Seit 2011 forsche ich am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) und leite seit 2013 das Geschäftsfeld Zukünfte und Gesellschaft. Nach dem Studium des Technischen Umweltschutzes an der Technischen Universität Berlin arbeitete ich von 1999 bis 2011 am Berliner Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT). Vor rund 15 Jahren leitete ich die Pionierstudie „The Future Impact of ICTs on environmental sustainability“ im Auftrag des Institute for Prospective Technology Studies[1], in der die Umwelteffekte von Zeitnutzungsänderungen durch digitale Technologien simuliert wurden.

Zeitwohlstand bedeutet für mich, den Rhythmus meines Lebens selbst bestimmen zu können. Die schließt Phasen des positiven Stresses ebenso ein wie längere Auszeiten von der Erwerbsarbeit. Meine Alltagszeit ist an die meiner beiden Kinder gekoppelt und ich genieße es, Ihnen in ihren Vorhaben zu folgen und sie dabei zu unterstützen. Die Begegnungen mit den Kindern im Freien Kindergarten empfinde ich als Geschenk und mit ihren Eltern als geteilte, sinnvolle und freundschaftlich verbrachte Zeit.

[1] https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/future-impact-icts-environmental-sustainability

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI

Breslauer Straße 48
76139 Karlsruhe

Tel.: +49 721 6809-313
E-Mail: lorenz.erdmann@isi.fraunhofer.de

Seit 1992 bin ich am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe, in der Vorausschau (Foresight) tätig. Damit habe ich automatisch mit Zeit und Zukunft zu tun, auch wenn ich gelernte Japanologin, Sinologin und BWLerin bin. Ich leite Projekte, die sich mit alternativen Zukünften befassen, sei es, weil sie einen Überblick über unterschiedliche Zukunftsentwicklungen in Wissenschaft und Technologie geben, sei es, dass sie den demografischen Wandel oder andere rein gesellschaftliche oder sozio-ökonomische bzw. sozio-technische Entwicklungen ins Visier nehmen. So war ich schon bei den ersten nationalen Delphi-Studien des Bundesministeriums für Forschung und Technologie dabei, die in Kooperation mit dem japanischen National Institute for Science and Technology Policy durchgeführt wurden. Dafür wurde ich extra nach Tokyo abgeordnet. Ich habe bei FUTUR, dem ersten online-gestützten Foresight des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das wissenschaftliche Sekretariat der Evaluation geführt, regionale und sektorale Foresight-Studien durchgeführt und den ersten BMBF Foresight (sogenannter „Zyklus I“) geleitet. Am zweiten Zyklus war ich beteiligt und habe seitdem einige Projekte für Unternehmen, Verbände, den Bioökonomierat und die Europäische Kommission durchgeführt (BOHEMIA, RIBRI) und auch in EU-Expertengruppen mitgewirkt (EFFLA, SFRI, RISE). Zwischendurch war ich Vertretungsprofessorin für Japanologie an der Universität Heidelberg, Zentrum für Ostasienwissenschaften und habe dort u.a. Seminare zu Zeitkonzepten in Ostasien geleitet. Neben der Delphi-Methode, bei der häufig nach Zeithorizonten gefragt wird, habe ich diverse Zukunftsworkshop-Formate, Roadmaps und Szenarien weiterentwickelt. Am meisten Spaß machen mir die Zeitreisen in die Zukunft und kreative Workshop-Formate. Seit 2008 im BMBF Foresight das „Zeitforschung“ als Zukunftsthema identifiziert wurde, Fokus 1. Ultrapräzise/ ultrakurze Zeitmessung, 2. Biologische Uhren und Chronobiologie sowie 3. Parallelisierung oder Synchronisierung, lässt mich die Zeitforschung nicht mehr los. Besonders die Chronobiologie, die Steuerung über Licht, Dringlichkeit/ Urgency, Zeithorizonte in der Zukunft und das Timing in allen Lebenslagen (besonders in Innovationsprozessen) haben es mir angetan, aber auch die Rolle und das Verständnis von Zeit in Stress-Situationen, der Ökonomie und einer Postwachstumsgesellschaft.

Zeitwohlstand ist für mich, es zum Yoga-Kurs zu schaffen, ab und zu mit dem Fahrrad ins Institut fahren zu können oder mit einem guten Buch in der Hand die Beine hochzulegen. Bei drei Kindern, Haus und Garten, Dienstreisen, meinen Projekten und Lehraufträgen ist für mich Zeitwohlstand gleich Luxus.

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI

Breslauer Straße 48
76139 Karlsruhe

Tel.: +49 721 6809-313
E-Mail: kerstin.cuhls@isi.fraunhofer.de

Leuphana Uni Lüneburg

Das interdisziplinäre Team des UNESCO Chairs Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung hat seinen Lehr- und Forschungsschwerpunkt in der Theoriebildung und Professionalisierung im Bereich der Nachhaltigkeitskommunikation (v.a. Bildung, Journalismus und Wissenschaftskommunikation).

Ich bin Nachhaltigkeitswissenschaftler und beschäftige mich aus einer bildungswissenschaftlichen Perspektive mit der Frage, wie sich bei Menschen ein nachhaltiges Konsumhandeln durch Lernen und Kommunikation födern lässt. Mit meiner Arbeitsgruppe SuCo2 (www.suco2.net) untersuchen wir dabei innovative Ansätze wie Storytelling, Achtsamkeit und forschendes Lernen. Im ReZeitKon-Projekt interessiert mich aus bildungswissenschaftlicher Perspektive, wie sich bei Lernenden Reflexionsprozesse anstossen lassen, die zu einer bewussteren Wahrnehmung von Zeitstrukturen und Zeitverwendung in schulischen Settings und der privaten Lebensführung beitragen, diese Einsichten in Bezug zu Nachhaltigkeit und Konsum setzen und es den Lernenden ermöglichen, neue, nachhaltigere Handlungsmöglichkeiten zu erschließen.

Meine eigene subjektive Zeitwahrnehmung hat sich seit meinem Wechsel an die Arizona State University in den USA insofern verändert, als ich nun gleichzeitig in zwei Zeitzonen arbeite. Mit der Untersuchung von Zeit-Rebound-Effekten kann ich dadurch direkt in meiner eigenen Lebenswirklichkeit beginnen!

Leuphana Universität Lüneburg

UNESCO Chair Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung
Scharnhorststr. 1, Raum: C14.105
21335 Lüneburg

Tel.: 04131 – 677 2927
E-Mail: daniel.fischer[at]uni.leuphana.de

 

Die Suche nach Wegen zu einer nachhaltigen (und d.h. intra- und intergenerational gerechten) Gesellschaft beschäftigt mich bereits den Großteil meines Lebens. Nachdem ich mich beruflich in den letzten schwerpunktmäßig mit dem Potential sogenannter Achtsamkeitspraxen zur Kultivierung eines nachhaltigen Konsumverhaltens beschäftigt und Bildungsansätze zur Kultivierung personaler Kompetenzen für eine nachhaltige Entwicklung ausgearbeitet habe, bin ich nun im ReZEitKon-Projekt gelandet. Im Lüneburger Teilprojekt arbeiten wir in erster Linie mit Schulen und suchen dort Wege, um SchülerInnen durch Beschäftigung mit ihrer Zeitwahrnehmung und ihrem Umgang mit Zeit zu nachhaltigerem Konsumhandeln zu befähigen.

Ein Meilenstein auf meinem Weg zu personaler Nachhaltigkeit war die Entdeckung von Bewegung in all ihren Facetten. Die Arbeit mit meinem Körper hat mir nicht nur wesentliche Türen zu inneren Prozessen wie meinen Werten und Emotionen geschaffen, deren Erkundung in meinen Augen unerlässlich für nachhaltiges Handeln ist; sie stellt zugleich eine nichtkonsumptive Tätigkeit dar, von der ich denke, dass sie von allgemeiner Relevanz im Rahmen von BNE-Kontexten sein könnte.

Leuphana Universität Lüneburg

Institut für Umweltkommunikation
Scharnhorststr. 1, Raum: C14.113b
21335 Lüneburg

Tel.: 04131 – 677 1347
E-Mail: pascal.frank[at]leuphana.de

 

Ich bin Ethnologin, ursprünglich tätig in der Entwicklungszusammenarbeit, und in den letzten Jahren über eine Reihe von Projekten der Umweltbildung zum Thema nachhaltiger Konsum gekommen.Im ReZeitKon-Teilprojekt der Leuphana Universität Lüneburg befassen wir uns damit, inwieweit der Umgang mit Zeit im Hinblick auf nachhaltigen Konsum an Schulen thematisiert wird. Dabei interessiert mich vor allem unser Ansatz, Schüler/innen mittels Methoden der Introspektion und des forschenden Lernens dazu anzuregen, ihren Umgang mit Zeit und Konsum zunächst zu reflektieren und, darauf aufbauend, mögliche Alternativen auszuprobieren – ein Ansatz der, wie ich finde, im Bildungssystem bzw. im Schulalltag oft zu kurz kommt.

Zeitwohlstand bedeutet für mich, Arbeit (ReZeitKon), Familie (zwei kleine Kinder), Ehrenamt (Wohnprojekt) und Freizeit (Improtheater, moderne Literatur) möglichst stressfrei unter den sprichwörtlichen Hut zu bekommen. Das gelingt oft nicht (oder zumindest nicht stressfrei) und ich bin gespannt, ob und wie die vertiefte Auseinandersetzung mit Zeit im Projekt meine Herangehensweise ändern wird.

Leuphana Universität Lüneburg

Institut für Umweltkommunikation
Scharnhorststr. 1, Raum: C14.111
21335 Lüneburg

Tel.: +49.4131.677-2927
E-Mail: grauer@leuphana.de

Ich unterstütze als studentische Mitarbeiterin die Forschenden im ReZeitKon-Projekt am Standort Lüneburg momentan vor allem durch Recherchearbeiten und Öffentlichkeitsarbeit. Ich studiere an der Leuphana im Master Nachhaltigkeitswissenschaften und habe mich auch im Bachelor vor allem mit Fragen zu Nachhaltigkeitskommunikation und gesellschaftlichem Wandel beschäftigt, wobei mich vor allem die subjektive Ebene der Adressierten interessiert, sowie deren emotionale Situation.

Die Arbeit am ReZeitKon-Projekt verstärkt für mich mit dem Fokus auf Selbstreflexionsprozesse genau dieses Interessengebiet, weshalb ich es neben meinem zweiten Job als Barista in einem Café in mein Leben geholt habe. Neben der Uni beschäftige ich mich viel mit gewaltfreier Kommunikation, leite eine Übungsgruppe dazu und mache eine Mediationsausbildung. Auftauchenden Zeitwohlstand lebe ich am liebsten mit ausgedehnten Marktgängen, Kaffeetrinken, Yoga und Kochen aus. In meiner WG bin ich als Nachhaltigkeitspolizei bekannt, die herumläuft und das Licht ausschaltet oder zum unverpackten-Bio Einkauf drängt.

Leuphana Universität Lüneburg

Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung
Institut für Umweltkommunikation
21335 Lüneburg

E-Mail: Celine.Ebeloe@stud.leuphana.de

 
 
 

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